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Wenn der Körper spricht: TRE und das neurogene Zittern

  • Autorenbild: Raffaela Boccia
    Raffaela Boccia
  • 11. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Eine sanfte Einladung, Spannungen loszulassen von innen heraus.


Dem Körper Raum geben, zu regulieren, entladen, integrieren.
Dem Körper Raum geben, zu regulieren, entladen, integrieren.


Manchmal trägt unser Körper mehr, als wir bewusst wahrnehmen.

Spannungen, die nicht nur aus dem Alltag stammen, sondern aus Erfahrungen, die nie ganz verarbeitet wurden.

Gedanken können wir ordnen, doch der Körper erinnert sich.


Vielleicht kennst du das Gefühl, innerlich angespannt zu sein, obwohl „eigentlich alles gut“ ist.

Oder eine Müdigkeit, die tiefer geht als Schlafmangel.

Oder das Bedürfnis, einfach loszulassen ohne zu wissen, wie.


Hier setzt TRE an: Tension & Trauma Releasing Exercises – ein körperorientierter Ansatz, der dem Nervensystem erlaubt, sich selbst zu regulieren.



Was ist TRE und was bedeutet neurogenes Zittern?


TRE wurde vom Traumatherapeuten Dr. David Berceli entwickelt. Es basiert auf einer einfachen, aber tiefgreifenden Erkenntnis:


„Der Körper besitzt einen natürliche Fähigkeit, Stress und Trauma abzubauen"

Viele Tiere zittern nach einer Gefahrensituation. Ein instinktiver Mechanismus, um überschüssige Energie zu entladen. Wir Menschen haben diesen Mechanismus ebenfalls. Doch im Laufe unseres Lebens lernen wir oft, ihn zu unterdrücken:

„Reiß dich zusammen.“

„Funktioniere.“

„Bleib ruhig.“


Beim neurogenen Zittern beginnt der Körper, in sanften, unwillkürlichen Bewegungen zu vibrieren oder zu zittern. Nicht als Kontrollverlust, sondern als Ausdruck einer tiefen Selbstregulation.


Es ist kein „Tun“, sondern ein Geschehenlassen.



Warum Zittern heilsam sein kann


Unser Nervensystem reagiert auf Belastungen mit Aktivierung oder Erstarrung.

Wenn Stress nicht vollständig verarbeitet wird, bleibt er im Körper gespeichert, oft unbemerkt.


TRE kann helfen:

  • chronische Spannungen zu lösen

  • das Nervensystem zu beruhigen

  • emotionale und körperliche Blockaden sanft zu lösen

  • das Gefühl von Sicherheit im eigenen Körper zu stärken


Dabei geht es nicht darum, alte Geschichten zu analysieren, sondern dem Körper Raum zu geben, das zu tun, was er von Natur aus kann: regulieren, entladen, integrieren.



TRE und Achtsamkeit - eine stille Verbindung


Aus der Perspektive von Yoga und MBSR ist TRE kein fremdes Konzept.

Es knüpft an etwas an, das wir in der Achtsamkeitspraxis immer wieder erfahren:


"Heilung geschieht nicht durch Druck, sondern durch Präsenz"

Wenn wir lernen, den Körper wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten, entsteht ein Raum, in dem Veränderung möglich wird. TRE vertieft diesen Raum, nicht über den Kopf, sondern über den Körper.


Als Yoga- und Achtsamkeitslehrerin erlebe ich immer wieder, wie kraftvoll es ist, wenn Menschen nicht „mehr leisten“, sondern mehr spüren dürfen.



Traumasensibel: Sicherheit vor Intensität


Ein wichtiger Aspekt von TRE ist die Selbstregulation. Das Zittern ist dosierbar, unterbrechbar und orientiert sich am individuellen Nervensystem.


Gerade mit traumabezogenem Hintergrund gilt:

Nicht die Intensität ist entscheidend – sondern das Gefühl von Sicherheit.


TRE ist kein spektakuläres Erlebnis. Es ist oft leise, subtil, unspektakulär. Und genau darin liegt seine Tiefe.



Eine Einladung, dem Körper zu vertrauen


Vielleicht ist TRE kein weiterer „Ansatz“, den man verstehen muss. Vielleicht ist es eher eine Erinnerung:


Dass dein Körper weiß, wie Entspannung geht.

Dass du nichts reparieren musst.

Dass Loslassen nicht erzwungen werden kann – sondern geschehen darf.


Manchmal beginnt Heilung nicht mit einer Erkenntnis, sondern mit einem leichten Zittern.

Und mit der Erlaubnis, ihm zuzuhören.



Wenn du möchtest...


Wenn dich TRE neugierig macht, kann es sinnvoll sein, diese Erfahrung achtsam und begleitet kennenzulernen, eingebettet in einen sicheren Rahmen, der Körper, Atem und Bewusstsein verbindet.


Denn am Ende geht es nicht darum, etwas „wegzumachen“. Sondern darum, wieder in Kontakt zu kommen –

mit dem eigenen Körper, dem eigenen Rhythmus, der eigenen inneren Weisheit.



Eine sanfte Begleitung


Wenn du TRE in einem sicheren, achtsamen Rahmen kennenlernen möchtest, begleite ich dich gern in Einzel- oder Kleingruppensitzungen.

Dabei verbinden sich körperorientierte Übungen, Achtsamkeit und traumasensibles Wissen in deinem Tempo, mit Respekt für deine Grenzen.


Wenn du spürst, dass dein Körper bereit ist, gehört zu werden, findest du hier weitere Informationen oder kannst mich direkt kontaktieren.



In Liebe

Raffaela


 
 
 

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